Sonntag, 17. November 2013

Berlin - Nordkap - Dornbirn

Meine Route
 
 
Zum Abschluss ein wenig Statistik...
Gesamtkilometer: 6064 km
durchschnittliche Etappenlänge: 101 km
längste Etappe: 195 km (Inari - Kirkenes)
Dauer der Reise: 84 Tage (davon 26 Ruhe- bzw. Besichtigungstag)
bereiste Länder: (10) Deutschland, Polen, Russland, Litauen, Lettland, Estland, Finnland, Norwegen, Schweden und Dänemark.
Währungen: 8
Reifen- und andere Pannen: 0
Fahrten im Regen: 3
Gewicht des Gepäcks: ca. 20 kg
Übernachtungen: 18 x Hostel oder Hotel, 63 x Camping, 1 x wild gezeltet, 2 x Fähre
 


Sonntag, 21. Juli 2013

Friedrichshafen - Dornbirn


Wow, was für ein toller, feierlicher, "sonniger" Empfang!
Da kommt man wieder richtig gerne nach Hause.

Fotos

Freitag, 19. Juli 2013

Sigmaringen – Friedrichshafen

Schwäbisches Meer, das letzte Meer meiner Reise

Nun bin ich endgültig in die Zielgerade eingebogen. Der Bodensee vermittelt schon so etwas wie Heimatgefühl und mit ein wenig Phantasie kann ich schon, am in einer Dunstglocke verhüllten Horizont, die Firstkette und die Staufenspitze erahnen.
Meine Freude, nach einer langen Zeit des Reisenomadentums wieder bei meiner Familie zu sein, ist riesengroß.
Eigentlich wahnsinnig und beinahe unvorstellbar, was ich in den letzten drei Monaten gemacht habe. Auf jeden Fall bin ich nach über 6000 km auf dem Fahrrad an Eindrücken übervoll und werde wohl einiges an Zeit benötigen, das alles zu verarbeiten und zu verdauen.
Mein Fahrrad, war auch auf der zweiten größeren Fahrt ein treuer, unverwüstlicher, verlässlicher und so gut wie wartungsfreier Begleiter. Über 40-mal habe ich mein Zelt aufgestellt und in dieser Tätigkeit eine ziemliche Professionalität erlangt. Meine Sprachkenntnisse konnte ich während meiner Reise, nach längerer Zeit des Brachliegens, auffrischen und zu neuer Blüte treiben.
Ob etwas als „Schön“ empfunden wird, hängt vielfach von der eigenen Verfassung ab, und nicht zuletzt auch von äußeren Rahmenbedingungen. Gesundheitlich hatte ich bis auf eine kurze Magenverstimmung keine Probleme. Im Gegenteil, ich fühlte mich eigentlich über weite Strecken körperlich und auch psychisch bärenstärk, was sich natürlich sehr positiv auf die Motivation beim Reisen ausgewirkt hat. Lediglich kurz nach dem Erreichen des Nordkaps hatte ich, als zielorientierter Mensch, eine kurze Sinnkrise, welche sich jedoch sehr schnell in ein unglaublich losgelöstes befreites Reisen verwandelte.
Die äußeren Rahmenbedingungen, sprich Wetter, waren unglaublich. Lassen wir einmal die erste Fahrt bei strömendem Regen von Dornbirn zum Lindauer Bahnhof weg, dann hatte ich lediglich drei Fahrten im Regen. Und nicht nur das. Die meiste Zeit erhellte die Sonne nicht nur die Landschaft, sondern auch mein Gemüt. Und es ist halt einmal so, dass ein tiefblauer Himmel nicht nur auf dem Foto besser wirkt, als ein tristes, diffuses Grau, sondern sich auch auf die Psyche und das Empfinden beim Reisen positiv auswirkt. Trockenes Wetter erleichtert außerdem den Reisealltag des Radreisenden.
Eine Zeit lang nur für sich selber verantwortlich zu sein, im eigenen Rhythmus sich im Raum-Zeit-Kontinuum fortzubewegen, sozusagen den eigenen Tritt finden, ist eine unglaublich bereichernde Erfahrung. Und schließlich gibt es noch die Erkenntnis (habe ich dazu wirklich so weit fahren müssen?), dass es klimatisch und von der Vegetation her hier am Bodensee deutlich milder ist, als in Nordskandinavien. Warum also in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?
Fotos

 

Donnerstag, 18. Juli 2013

Stuttgart - Sigmaringen

Schloss Sigmaringen (Hohenzollernschloss)

Entlang des Neckartal-Radweges durch Esslingen, Tübingen, Balingen durchs tiefste Schwabenland führte mich meine Fahrt über die schwäbische Alb nach Sigmaringen. Normalerweise kommt man ja eigentlich nicht auf die Idee trotz der Nähe zu Vorarlberg, diese Stadt zu besuchen, aber als Europaradler, wenn’s halt auf dem Weg liegt…
Sigmaringen ist der ehemalige Sitz der Hohenzollern und hat nebst Burg eine sehenswerte Altstadt. Und wer’s noch nicht weiß, Sigmaringen liegt an der Donau.
Noch zwei Etappen trennen mich vom Finish. Eigentlich Zeit, schon mal ein wenig zu bilanzieren. Und nachdem zu Beginn der Reise, wenn man erst mal weiß wo’s hingehen soll, die Frage steht: Was soll ich mitnehmen? Thema Nr.: 1, das Gepäck.
Radreisen hat sehr viel mit „Loslassen“, „Ballast abwerfen“ zu tun. Easy living, wie viel brauche ich zum Leben? Je mehr das ich mitschleppe, desto anstrengender wird das Ganze. Unterwegs trifft man Radreisende mit den unterschiedlichsten Philosophien. Es gibt Leute, die haben 40 kg und mehr dabei. Da wirken meine 20 kg sehr bescheiden. Ganze Werkstätten und komplette Ersatzteilelager werden mitgeführt. Da hat mein Miniatur-Werkzeugtäschchen öfter für Belustigung gesorgt. Einen beträchtlichen Teil des Gewichtes verursacht die Technik. Net-Book, Handy, Digitalkamera und vor allem die ganzen Ladekabel. Klamotten genügen an und für sich sehr wenig, wenn man auf Qualität setzt. 2 Teile sind noch originalverpackt in der Tasche und haben die Reise halt so mitgemacht. Herzstück meiner Ausrüstung in Sachen Einfachheit war mein „Beauty-Case“. Komplett überflüssig waren die Kochutensilien. Aber man lernt ja bekanntlich nie aus.
Fotos

Stuttgart 1

Stuttgart von oben
 
Die Schwabenmetropole Stuttgart ist eigentlich immer eine Reise wert. Abgesehen von der schwäbischen Gemütlichkeit überzeugt diese Stadt vor allem durch das umfangreiche Angebot und ist neben Wien eine der wenigen Großstädte, wo die Weinberge bis ins Stadtgebiet hinein reichen. Die Untertunnelung des Bahnhofs, Stuttgart 21, ist nach wie vor Thema  und spaltet die Stadt offensichtlich. Ansonsten sieht man hier eher gemütliche Menschen und nicht so aufgemotzte wie beispielsweise in München.
Heute machte ich einen ausgedehnten Spaziergang durch den Höhenpark Killesberg, von wo man eine unglaublich schöne Aussicht auf die Stadt genießen kann. Auf dem Fest der Kulturen gab’s gutes Essen und tolle Konzerte. Und nachdem ich in Hamburg den großen Fischmarkt, der nur am Sonntag stattfindet, verschlafen habe, bin ich eben in Stuttgart auf den Hamburger Fischmarkt gegangen…
Fotos

Mittwoch, 17. Juli 2013

Hamburg - Stuttgart

Der Heimat ein riesiges Stück näher: Abfahrt Hamburg Hauptbahnhof
 
Baltikum, Russland, Skandinavien, da übt das biedere Deutschland doch ein wenig Reizlosigkeit auf einen erfahrenen Europaradler aus. Für einen Reiseradfahrer von Europaformat schaut es jedoch blöde aus, wenn er vor dem Empfangskomitee aus dem Zug aussteigt. Radankunft ist in diesem Fall wohl Ehrensache. Deshalb bin ich heute mit dem Zug quer durch Deutschland nach Stuttgart gefahren. Von hier aus werde ich meine letzten Etappen zum Bodensee und weiter Richtung Heimat bestreiten. Schon beinahe traditionell gibt es auch heuer wieder die Möglichkeit, den Europaradler beim Einbiegen in die Zielgerade zu begleiten und die Ankunft in Dornbirn gebührend zu feiern.
Voraussichtlicher Comeback-Termin: Samstag, 20. Juli, 14.00 Uhr in der Eisengasse
Für die Windschattenspender gibt es wiederum die Möglichkeit, auf der gesamten letzten Etappe von Friedrichshafen nach Dornbirn einen aktiven Unterstützungsbeitrag zu leisten. Abfahrt vom Campingplatz 10.00 Uhr.
Fotos

Hamburg 3

Schönes Foto, halt nicht von mit.
 
Speicherstadt, Hafencity, Überseequartier, Gewürzmuseum, welches einen tollen Überblick über die Welt der Gewürze bietet und auch ein wenig auf den Gewürzhandel im Hafenbereich eingeht, eine interessante Fotoausstellung zum Thema “Licht des Hafens“, welche noch einmal die Wichtigkeit und die Dimension des Hamburger Hafens verdeutlicht. Hier kommen Schiffe  mit 16 bis 17.000 Containern beladen.  (1 Container = 1 LKW-Ladung)
…und die Frage, wieso ausgerechnet in Hamburg die Hamburger Frikadelle heißen.
Ansonsten gehen mir die Deutschen (entschuldige bitte die Pauschalierung, es sind nicht alle) schön langsam auf den Keks, was vermutlich daran liegt, dass ich überall (auf der Straße, in Bus und U-Bahn, im Geschäft…) im Gegensatz zu anderen Ländern alles verstehe, was geredet wird. Sehr vieles davon gehört in die Kategorie „weghörenswert“.
 Fotos

Montag, 15. Juli 2013

Hamburg 2

Kunsthalle Hamburg
 
Museumstag: Besuch der riesigen Kunsthalle Hamburg die neben der ständigen Schau zahlreiche Sonderausstellungen zeigt. Z.B.Filme und Videos zum Thema „Besser Scheitern“, Richard Longs Nature Art und SW-Fotographien von Jochen Lempert.

Hamburg 1


Auf der Elbinsel in Hamburg entführt die igs (internationale gartenschau hamburg) unter dem Motto „in 80 Gärten um die Welt“ seine Besucher auf eine Zeit- und Weltreise durch die Klima-, Vegetations- und Kulturzonen der Erde. Neben zahlreichen Themengärten wie Welt der Häfen, Welt der Kulturen, Welt der Religionen, Welt der Kontinente und Naturwelten gab es zahlreiche lebendige, regionale Kulturlandschaften zu bestaunen und zu bewundern.  Auf drei Bühnen wird ein attraktives Programm geboten, so gab z.B. Max Mutzke ein zweistündiges Konzert.
Das riesige Gelände war an einem Tag fast nicht zu bewältigen, obwohl die Pforten bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet hatten.
Auf jeden Fall eine unglaublich vielfältige und imposante Ausstellung nicht nur für Gartenfreunde. Insgesamt wird mit 2,5 Millionen Besuchern gerechnet.
Fotos

Lübeck - Hamburg

Große Freiheit vom Beatlesplatz aus gesehen
 
Hans Albers meint dazu lapidar:
Auf der Reeperbahn nachts um halb eins
Ob du'n Mädel hast, oder ob keins
Amüsierste dich, denn das findet sich
Auf der Reeperbahn nachts um halb eins

Eine gebuchte Tour mit St.  Paulis Nachtwächter  Hein vom Hamburger Hafen durch die sündigste Meile Deutschlands war recht lustig, unterhaltsam und vor allem sehr informativ
Fotos

Donnerstag, 11. Juli 2013

Lübeck 1

Holstentor am Eingang zur Altstadt von Lübeck
 
Lübeck, welches das „Tor zum Norden“ bezeichnet wird (für mich also das Tor zum Süden), ist ja nicht gerade jene Stadt, die sich für einen Städteurlaub anbietet. Jetzt wo sie aber sozusagen auf meinem Weg liegt, muss ich feststellen, dass das ein Irrtum ist. Lübeck mit seiner mittelalterlichen Altstadt präsentiert sich als besuchswerte, äußerst reizvolle ehemalige Hansestadt. Speziell die vielen alten Bürgerhäuser zeugen vom Reichtum dieser Stadt und sind außerdem noch heute schön anzusehen. Lübeck ist untrennbar mit den Namen Heinrich und Thomas Mann verbunden.  Als literaturinteressierter Mensch ist ein Besuch des Buddenbrookshaus (Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum) natürlich Pflicht. Und als dem Süßen wenig abgeneigter Mensch muss man unbedingt einen Blick in das Lübecker Traditionsunternehmen Niederegger (Marzipan und Pralinenmanufaktur mit Weltruhm) werfen und natürlich auch ein paar Kostproben kredenzen.


Mittwoch, 10. Juli 2013

Puttgarden - Lübeck

Leuchtturm Flügge auf Fehmarn
 
Fotomotive wohin ich schaue. Man soll ja bekanntlich den Tag nicht vor dem Abend loben, aber nur drei Regenfahrten auf meiner Tour Richtung Norden, das ist ein Wahnsinn, da habe ich echt Massel gehabt.
Bevor ich heute über den Fehmarnsund, wo mich fast der Wind weggefegt hätte, aufs „Festland“ gelangte, habe ich noch ein wenig die bei diesen Bedingungen traumhafte Insel Fehmarn erkundigt und auch noch einen Leuchtturm bestiegen. Auch Ostholstein (Autokennzeichen OH) zeigt sich von der schönsten Seite.
Fotos
 

Stege - Puttgarden

Habe heute wieder teutonischen Boden betreten.

Langsam beginnt sich der Kreis wieder zu schließen. In Berlin gestartet, und nach langer Reise nun wieder auf deutschem Boden. Nicht nur geographisch sondern auch gedanklich komme ich der Heimat immer näher. Seit langem bezahlte ich heute wieder einmal mit Euro und auch sprachlich wirkt es hier, nach langer „englischer Zeit“, schon recht vertraut.
Derzeit ist ein Tag schöner als der andere. Auch heute herrschte wieder Postkartenwetter und so waren die letzten „dänischen“ Kilometer von der Insel Mon über die Insel Falster zur Insel Lolland das reinste Radvergnügen. Dänemark wird mir auf jeden Fall bestens in Erinnerung bleiben. Von Rodby brachte mich dann eine Fähre nach Puttgarden auf der Ostsee-Insel Fehmarn.
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Montag, 8. Juli 2013

Stege (Mons Klint)

Die spektakulären Kreidefelsen “Mons Klint“

Den herrlichen Sommertag nutzte ich, um die nahegelegenen Kreidefelsen Mons Klint zu bewandern und zu bewundern. Dieses Naturphänomen kann man sowohl von oben als auch vom Strand aus bewundern. Der obere Weg eröffnet immer wieder traumhafte Ausblicke  auf die bizarren Kreidefelsen und natürlich auch aufs Meer. Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass die Kreidefelsen von Mon eine dynamische Naturerscheinung sind, und das Begehen der Wege auf eigene Gefahr erfolgt. Soll heißen: Erosion und Verwitterung führen häufig zu Steinschlag und Erdrutschen. Wer so wie ich diese Felsen anschauen möchte, der muss sich beeilen. Geologen haben errechnet, dass auf Grund der oben genannten Verwitterung die Felsen in ca. 50.000 Jahren komplett verschwunden sind.
Mein zweiter Programmpunkt, weil‘s gerade auf meinem Weg lag, war der Besuch des romantischen Parks und des Schlosses Liselund.
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Kopenhagen – Stege (Insel Mon)

Smörrebröd…

…heißt übersetzt: Butterbrot. Entscheidend für den Geschmack ist aber die Schicht über dem Butter :-)
Bei hochsommerlichen Temperaturen  habe ich heute Kopenhagen, nach sehr angenehmem Aufenthalt, verlassen. Mein Weg führte mich zuerst quer durch die Stadt, dann entlang der Koge-Bucht durch ein wunderbares Naherholungsgebiet und schließlich auf einer kilometerlangen, schnurgeraden Straße auf die Insel Mon. Wunderschöne Gegend hier.  Ich fühle mich wie im Urlaub.
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Samstag, 6. Juli 2013

Kopenhagen 3

 
Hot town, summer in the city!

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Freitag, 5. Juli 2013

Kopenhagen 2

Cph Jazz Festival
 
Jazztime in Kopenhagen, von heute bis 14. Juli findet hier das Copenhagen Jazz Festival 2013, mit täglich über 100 Konzerten, statt. Bis auf die Hauptacts mit allerhand Größen der Jazzmusik sind die meisten Konzerte gratis. Das kann ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Das Eröffnungskonzert im architektonisch wunderbaren Gebäude des Dänischen Kunstmuseums war schon einmal genial. Und auch in der Innenstadt habe ich bei der einen oder anderen Bühne vorbei geschaut.
Übrigens, Kopenhagen ist eine totale Fahrradstadt. Noch nie habe ich so viele fahrradfahrende Menschen gesehen. Natürlich ist die Infrastruktur dementsprechend gut ausgebaut. Nur, wenn ich hier wohnen würde, ich würde mir einen Fahrradhelm kaufen, denn das Fahrradfahren wirkt hier auf mich recht gefährlich.
Der Wachablöse bei den Royals habe ich heute auch schon beigewohnt. Könige müssen ja schließlich gut bewacht werden. Gerade gestern habe ich gelesen, dass bei den nächsten Nationalratswahlen in Österreich eine Partei antreten will (Schwarz-Gelbe-Allianz), die die Monarchie wieder einführen möchte. Na, habe d’Ehre.
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Donnerstag, 4. Juli 2013

Kopenhagen 1

„Die kleine Meerjungfrau“, Wahrzeichen von Kopenhagen, entworfen von Edvard Eriksen nach dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen.

Wer gerne hin und wieder eine größere Stadt besucht, sollte es einmal mit Kopenhagen versuchen. Diese reizvolle Stadt bietet alles, was man sich so von einem urbanen Zentrum erwartet. Die Palette reicht von Royal bis Modern. Und auch fürs alternative Gemüt hat Kopenhagen einen besonderen Leckerbissen zu bieten. Mein Besuch in der Freistadt „Christiana“, einem 34 Hektar großen ehemaligen Militärgelände, das in den 70er Jahren von Hippies,  Alternativen, und anderen Freaks in Beschlag genommen wurde und seit damals als sozialer Versuch einer alternativen, selbstverwalteten Wohnsiedlung angesehen werden kann, gestaltete sich recht interessant. Christiana ist Symbol für den progressiven und freien Lebensstil der Dänen. Die eigentümlichen Hauskonstruktionen, so eine Art Architektur ohne Architekten, waren recht unterhaltsam anzusehen.
Nach Jahren harter Kämpfe mit den Behörden aber auch innerer Probleme vor allem mit Drogengeschichten ist Christiana heute eine Touristenattraktion. Phasenweise hatte  das ganze beinahe Tierparkcharakter, wenn man das so sagen darf.
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Skummeslövstrand - Kopenhagen


Die letzten „schwedischen Kilometer“ führten mich fernab aller großen Straßen durch eine recht beschauliche Gegend. Mit der Fährfahrt über den Öresund von Helsingborg zum dänischen Pendant Helsingor habe ich Schweden endgültig den Rücken zugekehrt.
Auf dem Radweg Nr. 9, mehr oder weniger immer direkt am Meer, ging’s dann recht flott auf schönen Wegen, vorbei an noch schöneren Villen mit Meerblick, nach Kopenhagen, wo ich in einem Außenbezirk (Charlottenlund) mein Quartier bezogen habe. Mein Campingplatz liegt inmitten einer Festungsanlage und ist sozusagen ein Museum. Mein Zelt ist von riesigen Kanonen umgeben. Da fühlt man sich wahrlich sicher.
Ein paar Jubiläen gibt es auch noch zu feiern. Heute bin ich im 10. Land meiner Reise angekommen, die 5000 km Marke ist gefallen und meine Uralt-Digitalkamera hat das 10.000ste Foto gemacht.
So, und jetzt freue ich mich darauf, Kopenhagen zu entdecken.
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Varberg - Skummeslövstrand


Ginstleden Teil 2: Schweden zeigt sich auf der vorletzten Etappe von der allerschönsten Seite. Traumhaftes  Natur- und Küstenradeln.
Im Gegensatz zu gestern, wo ich auf einem riesigen, knallvollen und für mich Individualisten recht ungemütlichen Event- und Animationscampingplatz genächtigt habe (schon bei der Rezeption musste man eine Nummer ziehen und 12 Leute waren vor mir…), habe ich heute mit dem Ekocamping einen Platz mit genau meiner Kragenweite gefunden. Viel Platz gepaart mit gutem Service und toller Lage. Da verzichtet man doch gerne einmal aufs Internet.
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